Stuttgart 21

Ausgeschalte Kelchstütze vermittelt ersten Eindruck von der künftigen Bahnsteighalle


Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat im Rahmen von Stuttgart 21 an der ersten Kelchstütze des künftigen Hauptbahnhofs die letzten Schalelemente demontiert. Damit besteht freie Sicht auf ein im Rohbau fertiggestelltes Bauteil des künftigen Bahnhofsdachs. Zu sehen ist auch die Öffnung für eines der Lichtaugen, die zum Blickfang des künftigen Bahnhofs werden sollen.



Die weißen Hilfsstützen sind notwendig, bis die so genannten Schwindgassen, die Zwischenräume zu den noch zu bauenden benachbarten Kelchen, verschlossen sind und die Schalenkonstruktion hergestellt ist. Betoniert ist auch der Blütenkranz des Kelchs, die Hutze. Durch diese derzeit mit einer lichtdurchlässigen Plane versehenen Öffnung dringt Tageslicht nach unten, so dass ein erster Eindruck von der künftigen Bahnsteighalle entsteht. Die Plane dient als provisorischer Wetterschutz sowie als Absturzsicherung.



Die Betonage des nächsten Kelchs zwischen dem Bonatzbau, dem Querbahnsteig des Hauptbahnhofs und den Verbindungsstegen ist bis etwa Februar 2019 geplant. Die unteren Abschnitte aller 28 Kelchstützen, die Kelchfüße, sollen bis 2021 hergestellt sein. Das Ende des Rohbaus der kompletten Stützen peilt die Bahn bis in etwa vier Jahren an.



Zahlen und Daten zum Bau der Kelchstützen:

- Höhe eines Kelchfußes: sechs Meter
- Höhe eines gesamten Kelchs: zwölf Meter
- Durchmesser eines Kelchs: rund 32 Meter
- Menge des Bewehrungsstahls: rund 33.000 einzeln vermessene - Streben
- Betonmenge Kelchfuß: rund 35 Kubikmeter
- Betonmenge Kelchblüte: zwischen 700 und 800 Kubikmeter
- Geschalte Fläche: circa 1000 Quadratmeter

Der Bau des künftigen Bahnhofs nahm im Jahr 1997 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs seinen Anfang. Das 32-köpfige Preisgericht wählte damals aus 126 eingereichten Vorschlägen einstimmig den Entwurf des Büros ingenhoven architects.

Von der Atmosphäre, die sich später einmal unter dem künftigen Bahnhofsdach einstellen wird, können sich die Bürgerinnen und Bürger vom 4. bis 6. Januar 2019 bei den Tagen der offenen Baustelle selbst ein Bild machen.

Redaktion Jürgen Gisselbrecht (BSU Multimedia)





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