Hochwasser, Starkregen, Hitze und Stürme – was kommt auf die Region Niederrhein-Düsseldorf zu?

• Düsseldorf. Der Sommer 2018, der als der zweitwärmste und einer der trockensten je gemessenen Sommer in Deutschland in die Geschichtsbücher eingehen wird, hat uns einen Vorgeschmack auf die kommenden Jahrzehnte gegeben: extreme Wetterlagen wird es wahrscheinlich immer häufiger geben. Die Jahresmitteltemperatur nimmt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen signifikant zu, die Niederschläge verschieben sich innerhalb der Jahreszeiten und das beweist: Der vom Menschen verursachte Klimawandel findet längst statt! Um ihm zu begegnen gilt es – neben der Stärkung des Klimaschutzes – Strategien zu entwickeln, wie sich die Gesellschaft an die Veränderungen anpassen kann. Wie dies in der Region Niederrhein-Düsseldorf gelingen kann, wird am Mittwoch, 19. September bei der Bezirksregierung Düsseldorf (Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf) thematisiert und diskutiert. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr, das Ende ist gegen 15 Uhr vorgesehen. Die Teilnahme ist kostenfrei. In Düsseldorf findet das zweite von insgesamt sechs geplanten Regionalforen zur Klimafolgenanpassung in Nordrhein-Westfalen statt, die vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW, dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und den Bezirksregierungen veranstaltet werden. „Selbst mit einer ehrgeizigen Klimaschutzpolitik kann der Wandel des Klimas nicht mehr verhindert, sondern nur noch abgeschwächt werden“, so Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im NRW-Umweltministerium. „Unser Ziel ist es daher, die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels in allen Politikfeldern und Gesellschaftsbereichen zu verbessern. Dabei ist es uns besonders wichtig, kommunale und regionale Akteure zu unterstützen. Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels müssen vor allem vor Ort, in den Kommunen und Regionen erfolgen, denn hier zeigen sich die Schäden und Handlungserfordernisse ganz konkret entsprechend der lokalen Begebenheiten. Die Regionalforen bilden eine „Startlinie“ auf unserem gemeinsamen Weg, NRW in seinen Regionen „klimawandel-fest“ zu machen“, so Bottermann. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Juni in Detmold wird das zweite Regionalforum die konkreten Auswirkungen des Klimawandels für den Niederrhein und den Bereich Düsseldorf-Kreis Mettmann aufzeigen und die spezifischen Bedürfnisse der Region bei der Anpassung an diese Klimaauswirkungen herausarbeiten. Begrüßt werden die Teilnehmer durch Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann. „Wir als Bezirksregierung sind gerne Mitveranstalter dieses Forums, denn gerade unserer Region hat es in jüngster Zeit hart getroffen - sowohl was Stürme und Überschwemmungen aber auch Waldbrände angeht. Hier gemeinsam mit den Nachbarkommunen Strategien zu entwickeln, wie wir uns in Zukunft gegen solche Naturereignisse wappnen oder im Ernstfall gegenseitig unterstützen können, halte ich für sehr sinnvoll“, erklärte für die Bezirksregierung Düsseldorf Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher. Extremwettereignisse der jüngeren Vergangenheit wie die Stürme Ela 2014 oder Friederike im Januar 2018, der Tornado im Kreis Viersen im Frühjahr diesen Jahres, häufiger auftretende Starkregenereignisse, die zu Überschwemmungen führen, aber auch die heiße und sehr trockene Witterungsphase von Juni bis August sind nur einige Beispiele für Bedingungen, mit denen zukünftig verstärkt in der Region zu rechnen sein wird. Anhand von Beispielen aus der Region wird im Rahmen der Veranstaltung dargelegt, wie Kommunen Klimaanpassungsprozesse bereits heute angehen. Eine Klimaanpassung wird auf regionaler und lokaler Ebene empfohlen. Da der Klimawandel nicht an administrativen Grenzen Halt macht, sind interkommunale und regionale Kooperationen bedeutsam. Die Veranstaltung stellt den Auftakt für einen weitergehenden Vernetzungsprozess zur Klimafolgenanpassung in der Region dar. Dazu Dr. Tobias Kemper, Netzwerker für Klimafolgenanpassung bei der EnergieAgentur.NRW: „Mit der Veranstaltung wollen wir zum einen die mit dem Thema betrauten Mitarbeiter der einzelnen Kommunen und Fachverbände in der Region zusammenbringen und Ihnen die Möglichkeit geben, sich auch zukünftig in regelmäßigen Abständen zur Klimafolgenanpassung in der Region Niederrhein-Düsseldorf auszutauschen, aber auch darauf aufmerksam machen, dass die Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine Gemeinschaftsaufgabe verschiedener Fachbereiche ist, der man sich in einem integrierten Ansatz widmen sollte.“ Die Landesregierung unterstützt die Kommunen mit verschiedenen Instrumenten, beispielsweise mit dem Konzept „Starkregen“, verschiedenen Beratungs- und Förderangeboten und Fachinformationssystemen des LANUV, welche am Nachmittag in einem gesonderten Workshop näher betrachtet werden sollen. „Hier haben Sie als Anwender die Möglichkeit, direkt mit den Entwicklern der Fachinformationssysteme ins Gespräch zu kommen. Wir erhoffen uns hilfreiche Impulse für die weitere Ausrichtung unserer wissenschaftlich-fachlichen Arbeiten zum Thema Klimaanpassung“, so Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV. Das dritte Regionalforum zur Klimafolgenanpassung wird am 22. November 2018 für die Region Aachen in Düren stattfinden. Weitere Informationen: Dr. Tobias Kemper EnergieAgentur.NRW Telefon: 0211 / 866 42 299 kemper@energieagentur.nrw www.energieagentur.nrw.de Bild Pixabay CCO Reimund Bertrams - wir bedanken uns herzlichst.


Von stadt4.0 - Community Münster am 17.09.2018 17:09

Aus Neo-Ökologie/ Umwelt in Düsseldorf