4. Jahrestagung des Netzwerks Bergbauwirtschaft in Essen

Essen. Über 100 Entscheidungsträger und Experten aus der Bergbaubranche trafen sich heute (26.09.) in Essen zum 4. Jahrestreffen des Netzwerks Bergbauwirtschaft. Unter dem Motto „Perspektiven für den NRW-BERGBAU: Smart.Effizient.Umweltbewusst“ ging es darum, wirtschaftliche Perspektiven für die zuliefernden Maschinenbauunternehmen aus Nordrhein-Westfalen zu entwickeln. Das Netzwerk der EnergieAgentur.NRW ist seit 2015 im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums tätig. Die nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbauindustrie und Dienstleister für den Bergbau sind seit je her eine der innovativsten Branchen und diese gilt mit ihrem Know-how und zweihundertjähriger Tradition als technologischer Spitzenreiter auf den internationalen Märkten. Bei der vierten Jahrestagung des Netzwerks Bergbauwirtschaft – Smart Mining global wurden die aktuellen Entwicklungen in der Rohstoffwirtschaft und Technik anhand von Praxisbeispielen vorgestellt. Die Hauptthemen umfassten diesmal Startups, Industrie 4.0 und Transparenz von Rohstofflieferketten sowie einen aktuellen Überblick über die Hauptabsatzgebiete der Zukunft. Die Entwicklungen und Marktchancen auf einigen ausgewählten internationalen Märkten wurden von Experten des German Mining Network für die Länder Australien, Brasilien, Chile und Südafrika aufgezeigt und durch Informationen des Deutsch-Russischen Rohstoff Forums abgerundet. Michael Geßner, Abteilungsleiter Energie im NRW-Wirtschafts- und Digitalministerium, sagte zur Begrüßung in Essen: „Das Know-how der Bergbauwirtschaft und -zulieferer in NRW ist auf internationalem Spitzenniveau. Die hochkomplexen technischen Lösungen und der hohe Grad an Spezialisierung suchen weltweit ihresgleichen. Vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Arbeitsschutz, Unfallverhütung und Umweltschutz befindet sich die nachhaltige Herangehensweise der NRW-Experten in der Spitzengruppe. Von diesem Wissen profitieren viele rohstoffreiche Regionen der Welt.“ Der Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, Dr. Frank-Michael Baumann betonte, dass es 2018 vor allem darum gehe, die NRW-Unternehmen bei der Öffnung von Alternativmärkten in klassischen Absatzsegmenten zu unterstützen und fachliche Perspektiven aufzuzeigen. Dr. Eckehard Büscher, Leiter der Netzwerke Bergbau und Energiewirtschaft ergänzte, dass „der Bergbau und die Rohstoffaufbereitung weltweit und in Deutschland die Basis der Energiewende bleibt. Dafür leistet das Knowhow aus NRW einen wichtigen Beitrag.“ Das Netzwerk Bergbauwirtschaft liefert regelmäßigen Input durch die Betrachtung traditioneller und alternativer Anschlussmärkte. Im Bereich der Grubensicherheit, der Aus- und Weiterbildung sowie beim derzeitigen Stand der Digitalisierung sind die NRW-Zulieferer zusammen mit der Wissenschaft Spitzenreiter, ergänzte Peter von Hartlieb, Bereichsleiter Bergbauwirtschaft der EnergieAgentur.NRW, zusammenfassend in seinem Schlusswort. Die Länderscreenings sind auf der Homepage des Netzwerks kostenlos abrufbar. Internet: https://www.energieagentur.nrw/netzwerk/bergbauwirtschaft/ Hintergrund: In Nordrhein-Westfalen sind aktuell noch über 80 der insgesamt etwa 145 deutschen Hersteller von Bergbaumaschinen und Systemen sowie Dienstleistungen mit über 10.000 direkt Beschäftigten ansässig. Der Branchenumsatz lag 2017 bei etwa 3 Mrd. Euro. Das Ausland trug mit rd. 2,8 Mrd. Euro erheblich dazu bei. Die Exportquote liegt 2018 bislang bei über 96 Prozent.


Von Suzanne von Bartenwerffer am 26.09.2018 13:09

Aus Neo-Ökologie/ Umwelt in Düsseldorf